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Shooting mit Christian Gut

2013/01/07
2013/01/07

Christian GutGestern habe ich Christian fotografiert, 31 Jahre jung und angehender Top-Regisseur. Er hat an der letztjährigen Weihnachts-Gutschein-Aktion teilgenommen und diesen nun bei mir eingelöst. Wir haben das Beste aus dem trüben Wetter gemacht und die Lichtstimmung für unsere Fotos wie ich finde optimal genutzt. Christian ist die Kamera nicht nur durch seinen Beruf, sondern auch durch eine Vielzahl an Modeljobs gewohnt, dementsprechend professionell und zügig konnten wir arbeiten. Dadurch hatte ich etwas Zeit und konnte ein wenig herumexperimentieren: Das “Fensterfoto” ist nach einigen Versuchen mit einem Polfilter entstanden, ich mags wenn man die Zeit hat auch mal ein bisschen vom Standard abzuweichen. Das Shooting war auf jeden Fall super angenehm und hat (wie ich denke) uns beiden viel Spaß gemacht.

Christian GutChristian Gut

Nikon D800 Test – Editorial in der Nacht

2012/07/13
2012/07/13

Nikon D800 im Test

Vor zwei Tagen (oder besser Nächten) habe ich mit David Schwarz und Aisha Kebe ein nächtliches Editorialshooting gemacht. Neben einer kleinen Shootingbeschreibung möchte ich die Möglichkeit nutzen, ein paar Worte zur Fototechnik zu verlieren, die vor allem an Fotografen gerichtet sind, welche planen, sich eine Nikon D800 zuzulegen. Seit aber mit der Nikon D3200 die 20 Megapixelmarke auch im Einsteigersegment überschritten wurde, dürften meine Erfahrungen nicht nur für D800-Anwärter interessant sein.

So kam in den letzten Wochen in fast allen einschlägigen Foren vor allem die Frage nach den richtigen Objektiven und der digitalen Nachbearbeitung am Computer auf – 36 MP dürfte für den Großteil aller Fotografen bis dato keine Zahl gewesen sein, mit der man sich tagtäglich auseinandersetzen musste (bzw. konnte).  Hier widme ich mich heute der Frage, ob es wirklich so schwer ist mit der D800 ein ordentlich scharfes Bild zu erzeugen, wie es im Internet gerne suggeriert zu werden scheint.

Das Shooting

  • Wo: Seeparkgelände – Freiburg
  • Was: Editorial Shooting
  • Wann: Dienstag 10.7.2012
  • Wie: 23h-4h – VERREGNET

Gestartet sind wir nach einer ordentlichen Runde Shisha, David ist da wirklich ein Meister seines Fachs. Guter Laune starteten wir also gen Regen und Dunkelheit.

Ich habe bei diesem Shooting zum ersten Mal in wirklicher Dunkelheit gearbeitet, eine interessante Erfahrung. Der japanische Garten liegt fernab von jeder Art künstlichen Lichts, es war im wahrsten Sinne des Wortes stockduster. Ohne Taschenlampe konnte man sich nicht einen Meter alleine bewegen. Ich habe mit dem mobilen Blitzsystem Flash2Softbox (www.flash2softbox.com) fotografiert und bin voll zufrieden. Mit einer transportablen Blitzanlage wäre das Shooting auf diese Art und Weise sicherlich gar nicht erst möglich gewesen, zu knapp der Platz, zu feucht der Untergrund, zu regnerisch das Wetter. Einzig das Einstelllicht fehlt hier und da ein wenig, vor allem wenn es um das Fokussieren geht. Das Autofokushilfslicht der D800 funktioniert allerdings einwandfrei (und verbraucht überraschend wenig Akku), so gab es wenn es hochkommt maximal 5/100 Fehlfokussierungen – für diese Lichtverhältnisse ein hervorragender Wert. Gearbeitet habe ich mit einem 40cm Beautydish, als Blitz hatte ich einen SB 900 dahinter. Ab und an kam noch ein Reflektor zum Einsatz um die im Schatten liegende Hälfte des Gesichts etwas aufzuhellen. Um sicher zu gehen dass der Weißabgleich sitzt habe ich vorab drei vier verschiedene Aufnahmen von dem Spydercube von Colorvision geschossen, um am Mac zuverlässig und vor allem konstant den Weißabgleich einstellen zu können. Nach etwa 1-2 Stunden waren dann alle Fotos im Kasten und wir sind weiter in die Innenstadt gefahren. Fotos hiervon folgen später.

Zur D800

Hier habe ich einige Erfahrungswerte in einer übersichtlichen Tabelle angelegt:  

Objektive

In den letzten Wochen wurde vermehrt die Frage nach geeigneten Objektiven für die D800 gestellt. Zwar hatten erste Testaufnahmen viel Gutes erhoffen lassen, wie sich die Kamera im Einsatz schlägt, musste allerdings erstmal getestet werden. Bei diesem Shooting habe ich hauptsächlich mit zwei Objektiven fotografiert, dem 50mm / 1,4 D  und dem 85mm / 1,8 D von Nikon. Beides also nicht die neueste Objektivgeneration von Nikon, dennoch sicherlich was Abbildungsqualität angeht weit vorne im Objektivsegment anzusiedeln. Zusammenfassend kann man sagen: Die Objektive sind toll, ordentlich scharf bei Offenblende, einmal abgeblendet sogar knackscharf. Der Autofokus sitzt (an allen Messpunkten) bei jedem Versuch, chromatische Aberrationen treten kaum bis gar nicht auf, sind nach einer kurzen Nachbearbeitung in Lightroom auf jeden Fall zu vernachlässigen. Selbst das DX-Objektiv 35mm / 1,8 schlägt sich im FX-Modus der D800 hervorragend. Lediglich eine mäßig bis starke Vignettierung muss man in Kauf nehmen, für viele Zwecke ist dieses Objektiv (wenn es sich schon im Sortiment befindet) sicherlich zu gebrauchen. Man sollte sich hier nicht verrückt machen lassen von all den 100 Prozentansichten, mit denen mancher Fotograf zu belegen versucht dass nur die Objektive 1000,- und aufwärts zu guten Bildern an der D800 führen: dem ist sicherlich nicht so. 

Lichtempfindlichkeit

Die Isoleistung der D800 ist hervorragend. Bis Iso 1600 gibt es auch in den dunklen Bereichen des Bildes keine Probleme. Rechnet man das Bild später manuell runter, ist auch 3200 fast problemlos. Das eröffnet mir, der ich bis vor kurzem mit einer D300 fotografiert habe, ungeahnte neue Einsatzmöglichkeiten!

Belichtungszeit

Oftmals wurde in den Foren die Gefahr verwackelter Bilder angesprochen. Das zu Grunde liegende Problem ist, dass jede Vibration der Kamera bei 36 Megapixeln stärker ins Bild übertragen wird als bei zum Beispiel 12 Megapixeln. Auch hier kann ich zumindest für mich Entwarnung geben. Ich habe, nicht nur bei dem Shooting jetzt (setzt man Blitze ein ist die Verwacklungsgefahr aufgrund der kürzeren Belichtungszeit so oder so minimiert), einige Testreihen durchgeführt und habe keinerlei schlechte Erfahrungen gemacht. Bereits mit einer Belichtung von 1/20 Sekunde und einem 50mm-Objektiv konnte ich knackscharfe Fotos schießen, und zwar auch in der 100% Ansicht. Sicherlich ist etwas Spiel nach oben zur Sicherheit nicht verkehrt, wenn es aber mal nicht anders geht ist zumindest die Faustregel der umgekehrten Brennweite als Belichtungsleitfaden sicherlich in Ordnung.

Weißabgleich

Wie bereits erwähnt habe ich für einen nachträglichen manuellen Weißabgleich einen Spydercube mit dabei. Da ich allerdings nur geblitzt habe und ansonsten keine Lichtquelle im Bild war, gab es hier nachträglich gar nichts zu korrigieren, der automatische Weißabgleich der Kamera liefert nahezu ideale Ergebnisse. Wie das unter Kunstlicht ist habe ich noch nicht ausführlich getestet. Erste Versuche lassen aber Gutes hoffen.

Alles in allem kann man zusammenfassend sagen, dass die Kamera ihre Arbeit hervorragend verrichtet hat – und zwar trotz der denkbar schlechten Voraussetzungen. Das folgende Beispielfoto soll verdeutlichen, was man der Kamera zutrauen darf.

picture by florian effelsberg, fotograf aus freiburg

1/30s f/2.0 50mm 1,4D ISO 800 4912 x 7360 Pixel

 

Das folgende Bild zeigt einen 100% Ausschnitt:

100%

Wenn jemand Fragen zu diesem Artikel hat, gerne über die Kommentarfunktion. Zum Abschluss noch ein kleines lustiges Video vom lieben David Schwarz. :)

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